Berlin — Im Sommer 2026 prägen drei Entwicklungen den Markt für Smartwatches: Samsung bringt mit One UI 9 Watch neue Gesundheits‑ und Gestenfunktionen auf seine Galaxy‑Modelle, die Marke Pebble hat mit der Pebble Time 2 ein preisgünstiges, retro‑orientiertes Modell zurückgebracht und die Google Pixel Watch 5 bleibt laut Herstellerangaben für Alltags‑ und Schwimmaktivitäten klassifiziert, aber …
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Gesundheit, Retro-Vibes, Schutz: Was Smartwatches jetzt anders können
Neue Software-Updates, ein Comeback mit Retro-Design und klare Hinweise zu Wasserschutz und KI-Analyse prägen die aktuelle Wearable-Landschaft.
nicht für Gerätetauchen geeignet.
One UI 9 Watch: Gesundheit und Gesten
Samsung hat mit One UI 9 Watch eine überarbeitete Oberfläche vorgestellt, die bereits ab Werk auf der Galaxy Watch9 und der Galaxy Watch Ultra2 läuft und schrittweise für ältere Modelle wie die Galaxy Watch der Serien 5 bis 8, die Galaxy Watch Ultra (1. Gen) und die Galaxy Watch FE ausgerollt werden soll. Für die Galaxy Watch4 und ältere Modelle ist nach Erhalt der zugesicherten vier großen Betriebssystem-Updates Schluss mit dem Update auf One UI 9 Watch.
Im Mittelpunkt steht die Integration von Gesundheitsfunktionen in Samsung Health. Die neue Funktion Vitals beobachtet mehrere Gesundheits‑ und Erholungswerte und vergleicht sie mit einer persönlichen Basis, um ungewöhnliche Veränderungen leichter zu erkennen; die Nutzung erfordert, dass die Uhr mindestens sieben Tage getragen wird. Ergänzend bringt One UI 9 Watch Heart Health Monitoring, einen Daily Cardio Load zur Einschätzung von Trainingsbelastung und Erholung sowie einen Hearing Protection Alert gegen zu hohe Lärmbelastung.
Die Bedienung wurde mit Gesten wie Raise to Talk, Double Pinch und Shake ergänzt, sodass Nutzer Anrufe annehmen oder Benachrichtigungen stummschalten können, ohne den Bildschirm zu berühren.
Pebble Time 2: Retro, lang laufender Akku
Die Pebble Time 2 kostet 225 US‑Dollar und setzt auf ein Farb‑E‑Paper‑Display, physische Tasten sowie eine ausgeprägte Community‑Software. Das Gerät liefert ein immer eingeschaltetes 64‑Farben‑E‑Paper mit Hintergrundbeleuchtung. Die Uhr fühlt sich bewusst weniger wie ein Mini‑Computer am Handgelenk an und eher wie ein spielerisches oder retro‑orientiertes Produkt; typische Inhalte sind einfache Spiele, kreative Zifferblätter und Nischen‑Apps für Aufgaben wie Timer, Spotify‑Steuerung oder Medikamentenerinnerungen. Als Kernstärke nennt der Hersteller die Akkulaufzeit von etwa 21 Tagen pro Ladung.
Wasserschutz, Plattformen und KI in Wearables
Die Google Pixel Watch 5 besitzt die Schutzklassen IP68 und 5 ATM, womit sie laut Klassifikation gegen Staub und für flaches Schwimmen geeignet ist; die 5‑ATM‑Angabe entspricht unter Laborbedingungen einem Prüfdruck von etwa fünf Bar. IP68 steht für vollständigen Staubschutz und Schutz bei längerem Untertauchen. Aktivitäten wie Gerätetauchen, Wasserski, Jetski oder Sauna sollten vermieden werden. Salzwasser kann die Materialien der Uhr belasten; nach dem Schwimmen im Meer sollte die Uhr vorsichtig mit sauberem Süßwasser abgespült und gründlich getrocknet werden. Der Wasserschutz kann über die Lebensdauer durch Stöße, Beschädigungen, Reparaturen oder normalen Verschleiß abnehmen.
Auf Plattformseite bleiben energieeffiziente Prozessoren ein zentraler Baustein: Snapdragon Wear‑Plattformen bieten Ultra‑Low‑Power‑Co‑Prozessoren, Always‑on‑Funktionen und mobile Konnektivität. Parallel treibt Forschung die Interpretation der von Wearables erfassten Biosignale voran. Samsung‑Forscher präsentierten zwei Foundation‑Modelle mit den Bezeichnungen xMAE und HiMAE, die zeitliche Beziehungen zwischen EKG‑ und PPG‑Signalen lernen. Beide Forschungsprojekte sind noch nicht als Produktfeatures verfügbar, zeigten in Benchmarks aber Fortschritte bei der Extraktion relevanter Merkmale aus großen Wearable‑Datensätzen.
Fazit und offene Fragen
Die jüngsten Updates und Produktvorstellungen zeigen, dass Hersteller Gesundheitsmessung, Bedienkomfort und alternative Konzepte parallel vorantreiben: Samsung erweitert die softwareseitigen Analyse‑ und Gestenfunktionen, Pebble setzt auf Retro‑Software und lange Akkulaufzeit, und Google definiert klar die Grenzen des Wasserschutzes. Offen bleibt der genaue Zeitplan für den Rollout von One UI 9 Watch auf älteren Galaxy‑Modellen sowie die Frage, wie Forschungsmodelle schließlich in Verbraucherfunktionen überführt werden.
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Hintergrund
Wearables entwickeln sich von Fitness‑Trackern zu umfassenden Gesundheitsbegleitern; gleichzeitig treiben Forschung und energieeffiziente Plattformen die Integration von KI‑gestützter Biosignal‑Analyse voran. Datenschutz‑ und Produktgrenzen bleiben zentrale Themen.
Warum das wichtig ist
Die Neuerungen betreffen Nutzer, die Smartwatches für Gesundheitsüberwachung, Sport und Alltag nutzen, sowie Entwickler und Anbieter, die Sensorik, Akku und Datenschutz abwägen müssen.
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