Drohnenangriff auf Einkaufszentrum in Krywyj Rih verschärft Krisenstimmung

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    Drohnenangriff auf Einkaufszentrum in Krywyj Rih verschärft Krisenstimmung

    Russland traf am helllichten Tag ein belebtes Einkaufszentrum in Krywyj Rih; Berichte nennen 15 beziehungsweise 16 Tote und mehr als 130 Verletzte, Rettungskräfte wurden in einer zweiten Welle angegriffen.

    Bundeskompass Redaktion Stand: Montag, 24.08.2026 | 14:23 Lesedauer: 3 Min.
    Quelle: Igor Kvochka

    Russland traf am helllichten Tag ein belebtes Einkaufszentrum in Krywyj Rih; Berichte nennen 15 beziehungsweise 16 Tote und mehr als 130 Verletzte, Rettungskräfte wurden in einer zweiten Welle angegriffen. Russland hat in Krywyj Rih ein belebtes Einkaufszentrum mit Drohnen angegriffen. Örtliche Behörden nannten zunächst mindestens 15, andere Stellen 16 Tote. Das Attentat traf die Heimatstadt von Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj.

    Hintergrund und Vorgeschichte des Themas

    Die Angriffe auf Krywyj Rih reihen sich in eine Serie von Attacken auf ukrainische Städte ein. Erst vor wenigen Tagen war Krywyj Rih vom russischen Militär mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen angegriffen worden, wobei zwei Zivilisten starben. Die gezielte Nutzung von Drohnen und wiederholte Angriffe auf zivile Infrastruktur kennzeichnen die jüngste Phase des Konflikts. Die Taktik, Rettungskräfte nach einem ersten Einschlag erneut zu attackieren, wurde bereits früher beobachtet. Dies soll die Effizienz der Hilfsmaßnahmen behindern und die zivile Bevölkerung zusätzlich terrorisieren. Die Ukraine versteht die Eskalation der Angriffe auf zivile Ziele als bewusste Strategie Russlands.

    Opfer und Lage vor Ort

    Unter den Todesopfern befanden sich auch Kinder. Nach Angaben der Behörden wurden mehr als 130 Menschen verletzt, darunter über 20 Kinder.

    Regionalgouverneur Olexandr Hanscha warnte, die Opferzahl könne noch weiter steigen. Mehrere Geschäfte in dem Einkaufszentrum gerieten in Brand. Der Angriff erfolgte in zwei Wellen; etwa eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer und dem Brandausbruch folgte ein erneuter Einschlag, der Rettungskräfte traf. Der Angriff begann offenbar mit einer Langstreckendrohne und wurde später mit einer weiteren Drohne fortgesetzt.

    Taktik und politische Reaktionen

    Die eingesetzten Drohnen sollen mit Strahltriebwerken ausgestattet gewesen sein, wodurch sie schneller und schwerer abzufangen sind. Berichten zufolge produziert Russland zunehmend Drohnen dieses Typs. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Angriff als "absolut zynischen und hinterhältigen Angriff auf ein gewöhnliches Einkaufszentrum". Selenskyj nannte solche Angriffe Terrorakte. Er forderte echten Druck auf den Aggressor und verlangte, Russland zur Verantwortung zu ziehen, damit Frieden möglich werde. Die internationale Gemeinschaft wurde aufgerufen, entschlossen auf die russischen Attacken zu reagieren.

    Regionale Folgen und weitere Angriffe

    Krywyj Rih liegt rund 350 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Kiew.

    Erst vor wenigen Tagen war die Stadt mit Kampfdrohnen und Raketen angegriffen worden.

    In der Region Mykolajiw forderte ein russischer Angriff mindestens vier Tote, darunter drei Kinder. Im ostukrainischen Gebiet Charkiw wurden nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen bei Drohnenangriffen auf ein Dorf getötet. Aus dem russisch besetzten Donbass meldete der von Moskau eingesetzte Statthalter Denis Puschilin, dass bei ukrainischen Angriffen mindestens fünf Menschen getötet und 13 verletzt worden seien.

    Gegenseitige Angriffe und internationale Reaktionen

    Nach einem Drohnenangriff brach in einem Logistikzentrum des russischen Onlinehändlers Ozon in Krasnodar ein Großbrand aus. Ukrainischen Angaben zufolge haben Drohnen Industrieanlagen und ein Lager des Onlinehändlers Ozon in der russischen Region Samara getroffen, wobei mehrere Personen verletzt wurden. Zudem traf eine russische Drohne berichtsgemäß einen ukrainischen Passagierzug. Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen sagte, westliche Länder könnten mehr Patriot-Flugabwehrraketen liefern, sofern der politische Wille dazu vorhanden sei. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut dringend die Lieferung von Patriot-Systemen verlangt, da diese als das einzig verfügbare Mittel zur Abwehr ballistischer Raketen gelten.

    Der finnische Präsident Alexander Stubb reiste nach Kiew und berichtete von neuen Abkommen. EU-Ratspräsident António Costa sicherte fortgesetzte Hilfe zu, drohte dem Kremlchef mit neuen Sanktionen und betonte, der Druck werde erhöht, bis das Töten ende und Russland Ernst mit Friedensverhandlungen zeige.

    Analyse und Einordnung

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    Hintergrund

    Krywyj Rih war bereits Tage zuvor Ziel von Drohnen- und Raketenangriffen; die UN verzeichneten zuletzt stark steigende zivile Opferzahlen (437 Tote im Juli). Die Ukraine drängt auf weitere Luftabwehrlieferungen, während die EU neue Finanzhilfen (90 Milliarden Euro Darlehen) bereitstellt.

    Warum das wichtig ist

    Der Angriff verschärft die humanitäre Lage in der Ukraine und beeinflusst Entscheidungen über Luftabwehrlieferungen und EU-Hilfen, was direkte Folgen für zivile Sicherheit und europäische Politik hat.

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